Moçambique… wo die Hoffnung die Tränen trocknet…

Als der Portugiese Vasco da Gama die Küste von Moçambique 1498 erreichte, stiess er während seiner Afrika-Expedition erstmals auf eine hoch entwickelte Kultur mit Geldwirtschaft. Die folgenden 3 Jahrhunderte brachten dem Land abwechslungsweise Portugiesen, Briten, Niederländer, Araber, Franzosen und Osmanen, welche das Land mit ihrem Sklavenhandel in den Abgrund führten.

Ein beinahe 20 Jahre dauernder grausamer Bürgerkrieg, welcher erst gegen 1992 endete, hat das einst prosperierende Land nochmals in eine tiefere Armut gestürzt und von dem, was der Seefahrer Vasco da Gama zu berichten hatte, blieben nur tiefe Wunden, die erst allmählich verheilen.

Heute wird dieses farbenfrohe Land an der Küste zum indischen Ozean als eines der ärmsten Länder der Welt eingestuft und vereint praktisch alle traurigen Fakten unserer Gesellschaft auf sich. 55.00 % der Frauen sind Analphabeten, 1.5 Mio. Kinder leben als Waisen, die Säuglings-, Kinder- & Müttersterblichkeit gehört zu den höchsten weltweit. Nicht einmal jeder Zweite hat Zugang zu sauberem Trinkwasser was zu schwersten Cholera-Epidemien führt. Malaria, Gelbfieber und AIDS sind zerstörerische Gefährten der dort lebenden Bevölkerung. Mehr als jeder Vierte leidet an Unterernährung. Dies alles wird sich in den kommenden Jahren noch stärker akzentuieren, zumal die demographische Entwicklung  in Anbetracht der galoppierenden Bevölkerungsexplosion die Lebensbedingungen weiter verschlechtern werden (45.00 % sind unter 15 Jahre alt).

Im Norden des Landes lebt Francisco Bernardo Da Silva. Er hat mit seinem Team sein Leben trotz aller Widrigkeiten den etwa 50 Kindern ohne Hoffnung und ohne wirkliche Zukunft geschenkt. Sein Herz und seine Fürsorge, aber auch seine Visionen, dies selbst unter schwierigsten Bedingungen, haben uns Tränen in die Augen getrieben. Statt sich über sein hartes Leben zu beklagen, packt er die Herausforderungen mutig und entschlossen an. Seine Liebe zu den Menschen ist von unbeschreiblicher Güte und Hingabe. Viele Menschen in unseren Breitengraden könnten von ihm lernen.

Wir haben ein weiteres Mal unser Herz an Afrika und seine Menschen verloren. Und durch die Arbeit von Francisco Bernardo Da Silva haben wir nochmals eine neue ermutigende Seite von Hoffnung und Lebenswillen bekommen. Dafür möchten wir dir, lieber Francisco, von Herzen danken, du bist die Hoffnung, du bist die Liebe und du schenkst deinen Kindern eine bessere Zukunft…

Você mora em nossos corações! Obrigado pela sua amizade…

 

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