Simbabwe «where the streets have no name tour 2015»

Warum lohnt sich eine Reise nach Simbabwe, obwohl dieses Land immer wieder negativ in den Schlagzeilen ist? Um diese Frage zu beantworten muss man wissen, dass dieses Land einmal die Kornkammer des afrikanischen Kontinents und zugleich ein Vorzeigestaat war, bis Präsident Robert Mugabe anfing, Macht und Besitz mehr und mehr an sich zu reissen. Seit der Enteignung der weissen Farmer ab dem Jahr 1990 stürzte das Land immer tiefer ab.

2008 kam es zur Staatskrise. Die Währung kollabierte, eine Hyperinflation machte den Simbabwe-Dollar wertlos. Die aus der Not heraus gebildete Koalitionsregierung blieb brüchig, die Politik repressiv.

Der «normale» Tourist kann dies nur anhand der Händler auf der Livingstone Bridge an der Grenze zu Sambia unmittelbar an den Victoriafällen erahnen. Denn in ihren Händen halten sie dicke Bündel mit Geldscheinen, als Souvenir für die Touristen. Wer sich die bunten Banknoten mit den vielen Nullen anschaut, der ahnt, dass etwas sehr falsch gelaufen sein muss in Simbabwe.

Hier an den Victoria Falls, in Sichtweite der mächtigen Wassermassen, in deren Gischt sich nahezu immer ein Regenbogen aufspannt, betreten Reisende ein Land, das für viele nicht mehr ist als eine düstere Ahnung, ein afrikanisches Schreckgespenst.

So kommen die meisten Touristen nur kurz über die Grenze in den Ort Victoria Falls, um das grosse Schauspiel des Sambesis aus der Nähe zu sehen. Das Wasser des viertlängsten Stroms in Afrika stürzt hier über eine 1700 m lange Bruchkante in eine 108 Meter tiefe Schlucht.

Die Victoriafälle erscheinen wie ein romantisches Traumbild, doch kaum jemand wendet den Blick ab und fährt hinein ins Landesinnere von Simbabwe. Dabei ist das international geächtete Land für ausländische Reisende durchaus sicher.

Wir haben uns von dieser Negativpresse nicht beirren lassen und dieses Land ohne Vorurteile bereist. Was wir in dieser Zeit erleben durften hat unser Leben unglaublich bereichert. Natürlich verschliessen wir die Augen nicht vor der überall sichtbaren Armut, doch die Menschen haben den Glauben an eine bessere Zukunft nicht verloren. Überall sind wir einer Herzlichkeit und auch Dankbarkeit begegnet, welche uns Ansporn war, mit unserem «Reisebekenntnis» beizutragen, dass diese Hoffnung auf ein besseres Leben nicht umsonst sein wird.

Willst du von unseren Erlebnissen mehr erfahren, so erzählen dir wir gerne von diesem Land, in welchem hoffnungslose Armut und die Sehnsucht auf ein besseres Leben so nahe beieinander liegen…

 

Unsere Reiseroute im Schnelldurchgang:

Kariba – Makuti – Mana Pools NP – Karoi – Binga-Road – Sanyati-Bridge-Camp – Binga – Hwange-NP Maincamp – Masuma-Dam – Sinematella – Victoria Falls – Kasane (Border-Crossing)

Unsere Reiseroute

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